Mittelalter mit Kramer Zunft und Kurtzweyl    
 
Kamp Lintfort  09. September - 10. September 2006
Mittelalterlicher Markt im Kloster Kamp.
Kulturprogram  

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ANFAHRTSPLAN

 
Mittelaltermarkt im kloster - Kamp

Das ehrwürdig Kloster zu Kamp sull wiederum Schauplatz sein, wo man Markt will halten wie zu alter Väter Zit. Aus allen vier Winden sind sie kummen, wohlbekannte und auch jene, die zum ersten Mal zu Gast. Handwerksmeister, Krämer und jene die Sorge tragen für Euer leiblich Wohl.

 

  Markttag ist allzit auch Festtag und was wär ein solcher ohne die, die Euch kurtzweylen. Gaukler Musici und Possenreißer machen sich das Podium zu Eigen, Euch aufs Schönste zu umgarnen. Doch die Obrigkeit sieht sie voll Argwohn heißt es doch: „Spielleut und Lumpen wachsen aus einem Stumpen“.
  kringel

Zufürderst seyen Euch die genannt, die Euch wahrlich Kurtzweyl bereiten
  Vivus Temporis
Noch liegt der Morgentau der Jugend auf ihren Wangen und doch könnten sie so manch altgedientem Spielmann Lehrmeister sein. Wie sie Dudelsack, Schalmey und Trummel tractieren ist wahrlich unerhört.

Krless
Von weither sind sie kummen Euch die Ohren zu umschmeicheln, sind sie doch allsamt Frau Musicas Söhne. So manchen Sturm haben sie überstanden und doch jauchzen Ihre Instrumenta wie am ersten Tag. Zarte, frumme Melodeyen aber auch manch kraftvoll Weise lassen Euch das Herz aufgehen.

Tumalon
Schalksnarr ist er und doch noch so viel mehr. Jokulator wie er im Buche steht, als Fanfarist treuer Diener der Obrigkeit und selbst zum Tanze weiß er aufzuspielen, mit einem Wort ein wahrer Tausendkünstler.

Benjamin Smalls
Bescheidenheit zeichnet den wahren Meister aus. Denn was er vollbringt lässt Euch das Maul vor Staunen offen stehen. Jedwedes Ding verliert in seinen Händen die Schwerkraft und was Euch wie Spiel erscheint ist tausender Mühen Lohn.

Puppentheatro Pulcinella
Gerngesehner Gast in Eurem Gnadenstädtlein ist Griselda. Von Jahr zu Jahr herbeigesehnt sind Florizel, der Drache und all die Kürbiskobolde, die unter ihrer Herrin Führung die Kindlein in ihre Zauberwelt entführen.

Der Marktvogt
Wo Ihr Festtag habt, ist er der Ordo strenger Hüter. Angetan ist er im Purpurrot der Obrigkeit und niemand hat Ihn mehr zu fürchten als die Spielleut, sind sie ihm doch des Tuffels Sendboten.

Der Herold
Sprachrohr und Stadthalter der Obrigkeit allhier, weiß er nit nur die Ordo zu Gehör zu bringen.

Der Büttel
Handlanger der Obrigkeit, doch durchaus mit eignem Sinn. So zieht er nimmer müde seine Bahnen über den Plan. Hoch ragt seine Hellebarde, allüberall zu sehen, so ist er eher Hüter der kleinen Lässlichkeiten, als grauser Vollstrecker der Willkür seines Herren.

Der Henker
Nit umsonst der grause Rüdiger genannt, errichtet er das Blutgerüst. Nimmer wird er müde jedwedem seine Instrumentarien zu erklären, doch fürchten muss ihn nur der, der Schuld auf sich geladen.


 

Dies seht Ihr am Tag
vor dem Tag des Herren

Obschon man an der Meister Fleiß unschwer erkennen mag, dass dieser Tag wahrlich Werktag ist, habt Ihr doch Festtag. Bei all der Possenreisserey und froher Musica ist des Alltags Müh und Plag leichtiglich vergessen. Doch wo viel Licht ist auch viel Schatten.
Des Menschen Sterblichkeit will man Euch beim Totentanz gemahnen und Frohsinn wird zu Wehgeschrei wenn der schwarze Tod Einzug hält.

11.00 Die feierliche Markteröffnung
11.45 Krless
12.30 Tumalon
13.15 Vivus Temporis
14.00 Der Tanz der Meister und Meisterinnen
14.45 Benjamin Smalls
15.30 Das Turney der Kindelein
16.15 Krless
17.00 Der Totentanz

„Herr lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen!“ Im Angesicht des Todes ist jedweder gleich. Ob Kaiser oder Bettlerin, des Schnitters Urteilsspruch gilt allen: “Ob Groß ob Klein getanzt muss sein !“
Wie’s alte Sitt führt man Euch des Menschen Endlichkeit vor Augen.

17.45 Vivus Temporis
18.30 Benjamin Smalls
19.00 Das Spiel bei der Tavern
19.45 Die Pest

Als wöllt der Herrgott selbst Strafgericht halten, gellt der Angstschrei:
„ Es ist die Pest! “ Geborgen unter eihrauchschwaden ziehen die Doctores über den Plan. Gespenstisch flackern die Fackeln, Gebete, nur gemurmelt, steigen flehentlich empor. Alles was an den erinnert der dahin gerafft, ist ein Kreuz aus Löschkalk dort im Kot der Gasse.

20.00 Der Ruf der Nachtwächter


Dies seht Ihr an der Gauklerbühne

12.30 Benjamin Smalls
14.30 Vivus Temporis
15.30 Tumalon
17.30 Krless
18.30 Tumalon

Auf dem Plan

18.00 Des Henkers Meisterstück

 

Dies macht Euch
den Tag des Herren zum Festtag

Zwar vergisst man auch am heutgen Tage des Fleisses nit, doch obsiegt die Festtagsfreude bei Meistern und Krämern. Da wird der Plan zum Tanzboden, wenn man sich im frohen Reigen dreht. Selbst wenn Meister Hämmerlin den Amboss klingen lässt, ist’s, als hörte man frohe Musica.




11.00 Die feierliche Markteröffnung
11.45 Krless
12.30 Benjamin Smalls
13.15 Vivus Temporis
14.00 Der Tanz der Marktleut


Meister Hämmerlin, der Schmied, wird nun zum jauchzenden Bacchanten, kann er sich doch unter den Augen seines strengen Weibes mit andern Evastöchtern im frohen Reigen drehen.


14.45 Tumalon
15.30 Das Turney der Kindelein
16.15 Vivus Temporis
17.00 Benjamin Smalls
17.30 Krless
18.15 Das Spiel bei der Tavern
19.00 Das Memento


Mit besinnlich Wort zu ebensolcher Melodey entlässt Euch Bruder Justus zurück in Euer ander Welt.

 


Dies seht Ihr an der Gauklerbühne

12.30 Tumalon
14.30 Vivus Temporis
15.30 Benjamin Smalls
16.30 Krless

 

Dies seht Ihr auf dem Plan

16.30 Des Henkers Meisterstück
Dort beim Blutgerüst sullt Ihr nun wahrlich graus Ding sehen. Heißt es doch: „Nur das Werk soll seinen Meister loben“, doch des Henkers Meisterstück war vor noch nit langer Zeit eine Diebes schönste Zier.

 

 

Dies seht Ihr an beiden Tagen an der Puppenbühne

13.00 15.00 17.00
Griselda lässt nit nur Eure Kindelein vor Staunen wie angewurzelt stehen
wenn Floritzel und Gefährten in deren Herzen Heimstadt haben.



kringel