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Eines
Tages war die schöne
Lau nach langer Zeit aus des Blautopfs Tiefen aufgestiegen und
fand sich ganz allein. Da schickte sie nach den Märchenerzählern.
Kaum im Klosterhofe angekommen, öffnen sie ihre Bücher
und all die Sagenhaften erscheinen, sey es der Henker vom Galgenberge
oder die Hex und noch so mancher mehr. Da wollte man feiern,
wie nie zuvor. Musikanten kamen, Gaukler und Feuerfresserinnen.
Doch damit nicht genug.
Überall wurden Buden aufgeschlagen. Buntes und glitzerndes
aus den Schatztruhen des Sultans, Zierrat aus dem Abendland,
edle Kleider aus Samt und Seide gibt es zu bestaunen, aber
auch so manches was den Alltag versüßt. Allesamt
waren sie von weither gekommen, müde die Lastesel und
staubbedeckt die Fuhrwerke. |
| Ein Duft liegt über
dem Klosterhof, als hätten sich die Pforten des Schlaraffenlandes
aufgetan. Da gibt es Gebratenes und Gesottenes, schäumendes
Bier und kühlen Wein. Auch den Kindern läuft das Wasser
im Munde zusammen. Verführerisch duftet so manche Spezerei,
viel feiner noch als der süße Brei.
Kurzum, dies wird ein märchenhaftes
Fest, wie man es in Blaubeuren noch nicht gesehen.
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