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Kultur- Programm

spacergif Kultur-Programm Schloß Homburg spacergif

Wächter Dies sullt Ihr am 29. des April
und am 1. des Mayen sehen.

An der Hauptbühne.
Dies seht ihr am 2. Spielort
Der Weg in den oberen Burghof lohnt jede Müh.

Dies macht Euch den Tag des Herren zum wahren Festtag

An der Hauptbühne.
Dies seht ihr am 2. Spielort
Der Weg in den oberen Burghof lohnt jede Müh.

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Ihr zählt das 875. Jahr, dass Euer Gnadenstädtlein als Nuenbret zum ersten Mal zur Urkund ward gegeben. Dies sey auch uns willkommen Anlass den Festtagsreigen zu Schloss Homburg zu begehen. Markt sey wiederum gehalten wie zu alter Väter Zit. Handwerksfleiß und Kaufmannsehr, Kochkunst und Mägdeschoene all dies findet Ihr allhier. Denn samt und sunders sind sie der Boten Ruf gefolgt Euch wahren Festtag zu bereiten.

Doch wie’s nunmehr Brauch sein langer Zit, hat man auch die gerufen, die Euch Kurtzweyl meisterhaft bereiten item sie im Nomen führen. Doch auch ander Musici wollen mit den Vögelein im Wettstreit jubilieren, Possenspieler geben ihr bestes und selbst Eure Kindlein will man nit mürrisch stehen lassen, soll’s doch auch Ihnen ein Festtag sein. All dies Euch und Eurem Städtlein zur Ehr.Zufürderst seyen Euch die genannt die Euch wahrlich Kurtzweyl bereiten

Zufürderst seyen Euch die genannt,
die Euch wahrlich Kurtzweyl bereiten

Kurtzweyl
Lang ist der Weg den sie gegangen, Frau Musica zu dienen und Euch mit Schnurren zu erfreuen. Doch nit weit hierher, denn als Schulmeister ist Herre Walther allhier wohlbekannt und seiner Mühen Früchte sollen Eure Ohren aufs besunderst hier verwöhnen. Denn seine Zöglinge streben ihm fügsam nach, so ist nur deren Eltern Busen stolzgeschwellt.

Krless
Wahrlich von weither sind jene kummen, stund ihre Wiege doch im fernen Prag. Euch aber wollen sie mit ihren Melodeyen umschmeicheln, sind sie doch allsamt Frau Musicas Söhne. So manchen Sturm haben sie überstanden und doch jauchzen ihre Instrumenta wie am ersten Tag. Zarte, frumme Melodeyen aber auch manch kraftvoll Weise lassen Euch das Herz aufgehen.

Master Fleapit
Er, der Waliser hat keinesgleichen Ist er Joculator, Possenreißer, Komödiant? Alles vereint er in seiner Person wie kein Zweiter.

Forzarello
Auch sie gehören der Zunft der Gaukler an. Doch wie Castor und Pollux wäre der Eine ohne den Anderen nit zu denken. Wo sie jedwedem Ding die Schwerkraft nehmen hat das Staunen nimmer End und die Historien die sie dabei zum Besten geben lassen Euch vor Lachen bersten.

Pirolina Rabenschön
Ein Wagen ist ihr Haus, sie zieht mit ihm durch manches Tor, bleibt nur solang wie’s Städtchen sie geborgen hält und lässt als Dank dafür bei Euch so manch Historie, die sie auf ihrem Weg gepflückt und hält so einen Strauß geheimnisvoller Blüten.

Das Glücksrad
Flauz der Glücksritter, Fortunas eigner Sohn, lässt Euch das Schicksalsrad zur wahren Freude werden.

Der Marktvogt
Wo Ihr Festtag habt ist er der Ordo strenger Hüter. Angetan ist er im Purpurrot der Obrigkeit und niemand hat Ihn mehr zu fürchten als die Spielleut, sind sie ihm doch des Tuffels Sendboten.

Der Herold
Sprachrohr und Stadthalter der Obrigkeit allhier, weiß er nit nur die Ordo zu Gehör zu bringen.

Der Büttel
Handlanger der Obrigkeit, doch durchaus mit eignem Sinn. So zieht er nimmer müde seine Bahnen über den Plan. Hoch ragt seine Hellebarde allüberall zu sehen, so ist er eher Hüter der kleinen Lässlichkeiten, als grauser Vollstrecker der Willkür seines Herren.

Der Henker
Nit umsonst der grause Rüdiger genannt, errichtet er das Blutgerüst. Nimmer wird er müde jedwedem seine Instrumentarien zu erklären, doch fürchten muss ihn nur der, der Schuld auf sich geladen.


Dies sullt Ihr am 29. des April
und am 1. des Mayen sehen.

An der Hauptbühne

11.00 Das Signal
Weithin schallt das Horn. Euch zum Zeichen, dass jedweder nun die Schranken auftun soll.

11.30 Die feierliche Markteröffnung
Kein Geringerer als der Thesaurar, der Schatzmeister, des Cassiusstiftes zu Bonn hat sich eo ipso, in eigener Person, allhier eingefunden. Was zur Urkund ward gegeben sull itzt verlesen sein. Dem heilgen Vater, Bischof zu Rom, Knecht der Knechte Gottes hat es gefallen die Kirche zu Nümbrecht samt dem Zehnten dem Stifte zu zu eignen itzund und immerdar. Ehrfürchtig lauscht man den Worten, als wär’s die heilge Schrift. Doch nun, just bevor der Festtag seinen Lauf mag nehmen, sull jedweder, der allhier den Handel treibt ermahnt, item geprüfet sein.
Kaum aber ist das Procedere überstanden, schallen Jubelrufe über den Plan, heißt es doch: „Der Markt ist eröffnet!“

12.30 Krless
Feierlich sind auch sie itzt gestimmt, die Musici samt Instrumenta, geb’s Frau Muica, dass es Euch gleichwohl ergeht.

13.15 Forzarello
Irrungen und Wirrungen mit Wort und Keule.

14.00 Der Tanz der Marktleut
Wie der Saft in den erwürdigen Eichen steigt, so ist dies auch bei Meister Hämmerlein und wahrlich nit nur bei ihm. Meister und Meisterinnen schwingen das Tanzbein nach langer Abstinencia, dass man in rechte Wallung gerät. So wird der Plan zum Tanzboden und nit nur die Instrumenta jauchzen.

14.45 Master Fleapit
Wahrer Tausendkünstler ist er, dem alles zur Commedia wird.

15.30 Kurtzweyl
Wahrhaft meisterliches ertönt itzund.

16.15 Forzarello
Nit nur wie sie Bälle und Keulen schwerelos halten erscheint Euch zauberisch.

17.00 Krless
Frohe Melodey, auf dass Euch das Tanzbein juckt.

17.45 Das Spiel bei der Tavern
Der Tag will sich zum Abend neigen, da treffen sich die Spielleut zum Trunk. Nun aber sticht sie all der Hafer und Einer will des Andern Meister sein. Ihr aber seht ein furios Spectacel.

19.00 Der Ruf des Nachtwächters
Wie des Tages Beginn ist auch sein Beschluss. Weithin schallt das Horn. Itzund hat selbst der Meister Fleiß ein End.


Dies sullt ihr am zweiten Spielort sehen


12.30 Master Fleapit
Schnallt den Leibriemen enger, auf dass Ihr nit vor Lachen berstet.

13.15 Das Turney der Kindelein
Die Obrigkeit lässt’s sich itzund angelegentlich sein, die Kindeleyn in wahrer Ritterlichkeit zu unterweisen. Doch wo der Büttel zum Ringelgalgen wird, fällt’s schwer höfisch und höflich zu bleiben selbst im Angesicht des kindlich’ Königs.

14.00 Kurtzweyl
Altmeisterlich im besten Sinne ist ihre Kunst.

15.45 Krless
Ein wahres Schatzkästlein ist ihr Notenbuch.

16.45 Master Fleapit
Staunenswerte Tausendkünste.


Der Weg in den oberen Burghof lohnt jede Müh

12.30 Kurtzweyl nur Sa den 29. des April
Was wahre Schulmeister bewirken wird itzt Aug- und ohrenfällig. Denn welch Frucht Herre Walthers Wirken trägt, könnt ihr nun nit nur hören. Allerliebst sind seine Zöglinge anzusehen, tragen sie doch ihre Gewandung wie ein Ehrenkleid.

13.00 Pirolina Rabenschön
In ferne Welten lässt sie Euch blicken, wenn sie Ihren Märchenschatz Euch öffnet.

13.30 Master Fleapit

14.00 Pirolina Rabenschön

15.00 Forzarello

16.00 Pirolina Rabebschön

17.00 Des Henkers Meisterstück
Dort beim Blutgerüst sullt Ihr nun wahrlich graus Ding sehen. Heißt es doch: „Nur das Werk soll seinen Meister loben“, doch des Henkers Meisterstück war vor noch nit langer Zeit eine Diebes schönste Zier.


Dies macht Euch den Tag des Herren
zum wahren Festtag


11.00 Das Signal
Wo Ihr Festtag habt, müssen jene dem Tagwerk nachgehen. So heißt es itzt für Meister, Krämer und Schankwirte die Schranken auf zu tun.

11.30 Die Feierliche Markteröffnung
In festlichem Gepränge strebt man zum Podest, den Markt zu eröffnen. Doch zufürderst hält man inne die Speisprob zu nehmen. Der Büttel ist williger Probant, den wo es gilt das Ränzlein wohlfeil zu füllen will er nit fehlen. Ohnedies droht nie Gefahr, denn jeder weiß solch Festmahl ist nit nur ihm ein wahrer Hochgenuss.

12.30 Kurtzweyl
Feinste Tafelmusica zur mittäglichen Stund.

13.30 Master Fleapit
Wo Possenspiel und wahres Können Hand in Hand gehen, seht Ihr gewiss den Waliser.

14.30 Der Tanz der Marktleute
Meister Hämmerlin der Schmied wird nun zum jauchzenden Bacchanten, kann er sich doch unter den Augen seines strengen Weibes mit andern Evastöchtern im frohen Reigen drehen.

15.15 Forzarello
Magier und Joculator ergeben ein Duo furioso.

16.15 Krless
Festtagsmusica für Hochmögende gradso wie fürs gemeine Volk.

17.15 Das Zehntgericht
Itzt gilt es zu rechten über all die, die weder Gott noch dem Kaiser geben was deren ist.

18.00 Kurtzweyl
Zwar heißt es der Prophet gelte nichts im eignen Land doch Herre Walter und die Seinen strafen dies der Lügen.

18.45 Master Fleapit
Mag sein, dass Euch heiße Zähren die Wangen netzen, doch dies sind Freudentränen.

19.00 Krless
Ein letztes Mal lassen sie die Instrumenta und Eure Herzen jauchzen.

19.45 Forzarello
Wundert Ihr Euch noch oder staunt Ihr schon?

20.30 Walpurgis naht
Kaum will es Abend werden sind die Spielleut nimmermehr zu bändigen. Die Sackpfeife schrillt, Feuersäulen steigen in die Lüfte, dumpf dröhnen Trummeln. Wildes, heidnisch Tun hält Einzug wie in uralter Zit.

21.45 Die Pest
Als wöllt der Herrgott selbst Strafgericht halten, gellt der Angstschrei: „Es ist die Pest“! Geborgen unter Weihrauchschwaden ziehen die Doctores über den Plan. Gespenstisch flackern die Fackeln, Gebete, nur gemurmelt, steigen flehentlich empor. Alles was an den erinnert der dahin gerafft, ist ein Kreuz aus Löschkalk dort im Kot der Gasse.

22.00 Der Ruf der Nachtwächter
„ Menschen Wachen kann nichts nützen. Gott muss wachen Gott muss Schützen!“ So hört man die Wächter rufen.


Dies seht ihr am 2. Spielort


13.30 Das Turney der Kindelein

14.30 Kurtzweyl

15.30 Master Fleapit

16.30 Kurtzweyl

17.30 Master Fleapit

Dies seht Ihr im oberen Burghof

13.00 Pirolina Rabenschön

14.00 Forzarello

15.00 Pirolina Rabenschön

16.00 Master Fleapit

17.00 Pirolina Rabenschön

18.00 Krless

 

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